Zeigt her eure Drogen

Argentinien wir kommen! Voller Tatendrang verließen wir Bolivien, denn auf Argentinien hatten wir uns schon bei den Vorbereitungen der Reise sehr sehr gefreut. Einziger Dämpfer waren die immens gestiegenen Preise seit unserem letzten Check. Argentinien hat eine extreme hohe Inflation von über 20 Prozent pro Jahr. Die Preise haben sich seit 2010 etwa vervierfacht, ein Schock für den armen Weltreisenden.

Der Grenzübergang verlief unproblematisch und schnell. Mit einem lokalen Bus gings dann schon kurz danach ins Landesinnere Richtung Tilcara. Auf dem Weg wurden wir von der Drogenpolizei gestoppt. Wie aufregend. Alle mussten mit sämtlichen Gepäck den Bus verlassen und sich in einer Reihe aufstellen. Die Touristen durften als erstes wieder einsteigen. Welch Glück, dass sie unseren liebevoll gepackten Rucksack nicht öffnen wollten, denn alles ist so systematisch verstaut, dass es ein wenig dauern kann, alles genauso wieder einzupacken.

Unser erster Stopp, das kleine Künstlerstädtchen Tilcara, hat es uns angetan, sehr detailreich und liebevoll gestaltet. Zum Glück kamen wir an einem Montag an – alle Museen sind dann frei. So stiegen wir auf einen nahegelegenen Hügel, wo eine antike Kolonial-Siedlung wieder aufgebaut wurde. Eine super Aussicht – vor allem auf das aufziehende Gewitter, welches imposante Blitze über den Bergen abfeuerte.

Abends genossen wir den ersten argentinischen Wein. Der Hauswein kostete 2 Euro für einen halben Liter und schmeckte hervorragend. Dies lässt Gutes hoffen für den Rest der Reise.

Am nächsten Tag gings schon weiter nach Cafayate über Pucamarca, um kurz die “Seven Colour Hills” (hier ging erneut die Moin Mundo Quiz Sieger Postkarte auf den Weg, drückt die Daumen) zu bestaunen. Eine Wahnsinns-Landschaft hier. Bisher steht der Norden Argentiniens Bolivien in nichts nach. Cafayate war noch besser als Tilcara und unser Hostel bot eine Aussicht auf die ganze Stadt. Neben leckrem Essen (Eike: selbstgemachte Nudeln, Micha: Matambre) genossen wir auch die Landschaft.

Mit Wanderschuhen bewaffnet gings zu den “Sieben Wasserfällen”. Rund 1,5 Stunden muss man bis zum ersten aufsteigen oder besser gesagt hüpfen. Über die Steine im Fluss wechselten wir immer wieder die Uferseiten und schafften es immerhin bis zum 3. Wasserfall, wo ein kühles Bad anstand. Belohnt haben wir uns nach der Wanderung mit Besichtigungen in zwei Weingütern. Cafayate ist nämlich das Mini-Mendoza von Argentinien und es werden hier ca. drei Prozent des Weines Argentiniens angebaut. Lecker.

Unsere letzte Station in der nördlichen Region hieß Salta, wo wir es allerdings eher ruhig angehen ließen. Schließlich mussten wir uns auf die anstehende 24 Stunden Busfahrt nach Iguazu vorbereiten.

PS: Die Drogen- und Polizeikontrollen halten sich hier hartnäckig. Bisher wurde jeder unserer Busse gestoppt.

This entry was posted in Argentinien, Südamerika. Bookmark the permalink.