Über den Wolken in Sydney

G’day Australia! Unser erster Halt in Down Under war die berühmte Metropole Sydney. Die große Hitzewelle hatten wir zum Glück verpasst und so konnten wir die Stadt bei angenehmen 25 Grad erkunden. Alles andere wäre bei den Distanzen auch eine Zumutung gewesen.

Wie schon in einigen anderen Großstädten nutzten wir erst einmal das Angebot einer Free Walking Tour. Diese gibt es inzwischen beinnahe weltweit und das Prinzip ist denkbar einfach: Wenn einem die Tour gefallen hat, gibt man dem Guide ein Trinkgeld in der Höhe, die man für angemessen haelt.

So tauchten wir mit unserer Gruppe in die Geschichte Sydneys und vor allem Australiens ein. Hier landeten nämlich die ganzen abgeschobenen Gefangenen aus England damals im 18. Jahrhundert. Unter ihnen waren sogar kleine Kinder, die dafür bestraft wurden, wenn sie ein Stück Brot geklaut haben oder das Pferd des Nachbarn ausgeliehen haben, ohne vorher zu fragen. Harte Zeiten.

Weiteres Highlight war Manly. Ein Stadtteil, der uns viel besser gefiel als der berühmte Bondi Beach und der Strand war auch um Welten besser. Hierher gekommen sind wir vor allem wegen unseres grandiosen Abschiedsgeschenks vor 8 Monaten: Parasailing über Sydney. Bei traumhaften Wetter genossen wir in 70 Meter Höhe die Aussicht und den Fahrtwind. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Jana und Deniz!

In Manly fanden wir übrigens den ersten Aldi-Laden unserer Reise, eine wahre Freude (wegen der Produkte und der niedrigen Preise). Allzuviel passte aber nicht in den Rucksack, denn wir wollten den Manly Scenic Walk machen: Knappe 9 Kilometer wanderten wir an der Küste und den Felsen durch die sich immer wieder verändernde Landschaft entlang. Sehr zu empfehlen!

Natürlich sind wir auch zu Fuß über die weltbekannte Harbour Bridge spaziert. Den Bridgeclimb ganz nach oben für bis zu absurde 318 Australische Dollar haben wir ausgelassen. Die Betonpfeiler links und rechts wurden übrigens nur für die besorgten Bewohner gebaut, weil sie Angst hatten, dass die Brücke ohne sie einstürzen würde. Die weltbekannte Oper haben wir uns auch aus allen Blickwinkeln angeschaut. Liebe Hamburger, bitte nicht so viel über die Kosten und Zeitverzögerungen beim Bau der Elbphilharmonie aufregen. Die Fertigstellung der Oper von Sydney hat 10 Jahre länger als geplant gedauert und 14 Mal so viel gekostet wie kalkuliert war. Gut Ding will Weile haben und kostet… Eikes Kommentar übrigens zur Oper: Oh je, ist die alt und klein.

An dieser Stelle wieder einmal ein Buchtipp für alle Australien-Fans: Bill Brysons “Down Under” ist besser und unterhaltsamer als jeder Reiseführer!

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