Sportlich in Arequipa

Eigentlich wollten wir uns mal so richtig ausruhen in Arequipa. Dieser Vorsatz hielt tatsächlich einen halben Tag lang und begann mit einem wunderschönen Frühstück auf einer Dachterrasse eines Restaurants mit Blick auf die Vulkane Misti, Chachani und Pichu Pichu. Schon am Nachmittag jedoch fanden wir uns wieder in unzähligen Agenturen, die diverse Touren anboten. Letztendlich haben wir uns gegen eine Tour in den berühmten Colca Canyon entschieden und sind stattdessen sportlich aktiv gewesen. Mit der Agentur Cusipata ging es gestern 3 Stunden Hardcore Mountainbiken den Chachani Vulkan hinunter (von 4.500 Meter Höhe) – Offroad selbstverständlich. Micha hat mit dem Tablet unsere rasante Abfahrt aufgezeichnet (siehe Fotos).

Oben auf dem Vulkan fanden wir dann auch die seltene Yareta-Pflanze (der grüne Klops auf dem Bild), dieses Exemplar ist mal locker 2.000 Jahre alt!

Nachmittags begaben wir uns in dunklere Gegenden, um ein gebrauchtes Handy zu kaufen, da unseres hier nicht ging. Von Stand zu Stand hangelten wir uns mit der deutschen Simcard entlang und hofften auf ein Schnäppchen. Nach dem gefühlt 20. Stand hatten wir Glück – fuer nur 32 Soles (etwa 10 Euro) inkl. Ladekabel zogen wir wieder gen Innenstadt.

Am Abend erholten wir uns bei einem schönen Essen. Fuer Micha gab es Rocoto Relleno, eine gefuellte Chilischote. Ich entschied mich für Chupe de camarones – lecker. Müsst ihr mal googeln, da wir ganz untouristisch ohne Kamera unterwegs waren.

Heute gings dann zum Rafting den Rio Chili hinuter. Der heißt so, weil er so chilig kalt ist, aber mit Neoprenanzuegen und Jacken waren wir gut ausgestattet und so bekamen wir eine kurze Einführung und dann ging es von Level 1 bis Level 4 im Schnelldurchgang, nun sind wir gewappnet fürs Rafting im Himalaya!

Nächste Station: ICA und die Sanddünen in Huacachina!

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One Response to Sportlich in Arequipa

  1. Mutter -E- says:

    Ihr lieben zwei Abenteurer, die todesmutig einen Berg runterfahren und sich über Flüsse hangeln!
    Eure Bilder gefallen mir, sie sind vielfältig und originell. Da findet man die Yareta-Pflanze (Wahnsinn) neben der alten Deutschlandkarte.
    Die Wahrnehmung Eures Herkunftlandes in Peru wird sich schon beträchtlich von der hiesigen unterscheiden.
    Das heißt natürlich auch umgekehrt, dass unsere Wahrnehmung der anderen Länder stark eingeschränkt ist.
    In Berlin gibt es eine beeindruckende Ausstellung (“Die Vermessung der Welt”). Da kann man eine meterlange schmale Karte sehen, die zeigt, wie römische Eroberer die Welt sahen: eine Hauptstraße mit Abzweigungen. Zuerst denkt man, das sie spinnen, die Römer, weil man nichts wieder erkennt. Aber dann, wenn man sie wie ein U-Bahn-Netz als Verkehrsskizze liest, wird sie logisch.
    Ihr beide seid auch dabei, die Welt für Euch neu zu vermessen. Eurozentrismus wird dabei bestimmt nicht herauskommen.
    Wir Zurückgebliebenen staunen über Euren Unternehmehmergeist und lesen mit Freude Eure Reisenotizen.

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