Luang Prabang: Croissants und Bomben am Mekong

Die zweitgrößte Stadt in Laos ist einfach bezaubernd. Kein Wunder also, dass sie zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Die Kolonialherrschaft der Franzosen macht sich auch hier überall bemerkbar: Croissants und Baguettes findet man an jeder Ecke. Ein weiteres Merkmal sind die vielen Fundstücke aus dem 2. Indochinakrieg. Alte Militaerfahrzeuge und Kanonenüberbleibsel sind in der Stadt verstreut und werden auch mal kreativ als Blumenvasen umfunktioniert.

Uns als Hamburgern gefällt die Nähe zum Wasser (Mekong Fluss und Nam Khan Fluss), die wunderschönen buddhistischen Tempel, die vielen kleinen Essstände und der Nachtmarkt. Im Gegensatz zu anderen asiatischen Ländern ist es hier so ruhig und friedlich, dass man öfter mal überlegt, auf welchem Kontinent man ist. Auf dem Markt verkaufen die Laoten ihre selbstgemachten Sachen – von Postkarten und Bildern über Hausschuhe, Schals und Schmuck.

Am beeindruckendsten fanden wir ein Projekt, welches aus Bombenüberresten Schmuck herstellt. Rund 3 Millionen Tonnen Bomben sind damals über Laos gelandet. Ein Tourist hat ihnen wohl einmal gezeigt, wie sie diese Überbleibsel kreativ nutzen können. Inzwischen arbeiten 13.000 Familien mit und verkaufen Löffel, Kettenanhänger und Armreifen. So wird aus Bomben etwas Schönes und gleichzeitig bringt der Umsatz Essen auf den Tisch.

Ein weiteres schönes Projekt, bei dem wir mal vorbeischauen müssen, wenn wir mehr Zeit haben, ist das Big Brother Mouse Buchprojekt. Schaut doch mal vorbei, wenn ihr in Luang Prabang seid.

Immer, wenn der Magen wieder etwas leer war, machten wir uns daran, die verschiedenen Gerichte zu probieren. Abends kann man an Straßenständen sich seinen Teller mit Gemüse so voll laden, wie man will und zahlt nur 1 Euro, das sind Kampfpreise hier. Da haben wir uns doch gleich den gegrillten Fisch (lecker mit Zitronengras gefüllt, bitte einmal zu Hause testen) für 2 Euro noch dazu bestellt. Ansonsten haben wir noch probiert:

- Larb Salat
- Wasserbüffeleintopf (orlam)
- Curry-Eintöpfe
- geröstete Algen mit Sesam
- in Banananblättern gedünsteter Fisch
- Tam mak hoong: scharfer Papaya Salat

In Laos isst man übrigens bis auf wenige Ausnahmen nicht mit Stäbchen, sondern mit Löffel und Gabel!

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