Ganz in Blau in Jodhpur

Ja, wo ist denn die blaue Stadt? Hin und her führten uns die engen Gassen der Stadt, vorbei an alten Häusern, dem Uhrenturm und noch mehr engen Gassen. Blau war aber nichts. Fündig wurden wir schließlich bei einem Ausflug auf das Mehrangarh Fort, von wo aus wir einen einen tollen Blick auf das alte blaue Viertel hatten. Hier leben die Brahmane, eine spezielle Kaste in Indien. Das Blau schützt die Einwohner übrigens vor Mücken.

Das Fort hat uns sehr beeindruckt, es war bisher das größte und schönste, welches wir gesehen haben (jede indische Stadt scheint eines zu haben). Zudem ist ein toller Audioguide im Eintrittspreis inbegriffen, was das ganze gleich viel lebendiger macht. Unglaublich, dass in diesen Gemäuern bis 1943 noch die Fürstenfamilie gelebt hat. Mehr zum Fort findet ihr hier (der englische Artikel bei Wikipedia ist wesentlich informativer als der deutsche).

Ansonsten hielten wir uns viel im Air Conditioning Hostel Raum auf, denn Jodhpur wird auch Sun City genannt und die Sonne brannte erbarmungslos. Einen Nachmittag fanden wir zum Glück Zuflucht im Spice Paradies, wo uns der nette Besitzer einen Kochkurs gab. 5 Stunden später waren wir voll – mit Informationen und Essen. Kugelrund gings zur Hemdenanprobe beim Schneider – Micha hat sich ein Hemd machen lassen, denn hier wimmelt es nur so vor Schneidern.

Fazit: Jodhpur lohnt sich aufgrund des Forts und des Kochkurses. Allerdings war diese Stadt auch die bisher dreckigste unserer Reise und viel zu heiß, ein kurzer Abstecher reicht also vollkommen.

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