Vom Käsesandwich zum Strand

Wer hätte gedacht, dass Myanmar Traumstrände hat? Wir jedenfalls nicht, aber dennoch machten wir uns mutig auf an die Westküste. In Pathein machten wir kurz Halt – wären wir bloß mal weitergefahren…

Dann hätten wir aber nicht das tollste Käse-Sandwich der Welt kennengelernt. Auf der verzweifelten Suche nach etwas westlichem Essen (gebratener Reis, gebratene Nudeln & Co. gehen einem irgendwann auf die Nerven) entdeckten wir in einem kleinen Restaurant die verheissungsvolle Zeile “Grilled Cheese Sandwich”. Damit stürzten wir die Kellner in eine Sinnkrise. Lange wurde hinter der Theke beraten, was dies wohl sei. Wir hingegen spekulierten am Tisch, was sich wohl hinter der daneben stehenden burmesischen Übersetzung verbirgt. Es wurde groß eingekauft und über eine halbe Stunde später wurde uns das Werk präsentiert: Toastbrot liebevoll in Dreiecke geschnitten und mit Butter bestrichen. Das ganze ungetoastet. Das Sandwich hatten wir also schon mal, fehlten nur noch “grilled” und “Cheese”. Wir fragten freundlich nach und eine Kellnerin verstand uns schließlich. Das Brot wanderte hinter den Tresen und es verging wieder eine halbe Stunde. Dieses Mal war immerhin Käse zwischen den trockenen Brotscheiben und Pommes wurden als Beilage gereicht. Fazit: Nach einer Stunde Wartezeit ein echtes Highlight Essen. Unser Soulfood muss aber noch ein wenig warten, bis dahin gibt es Reis!

Zum Beispiel am Strand von Ngwe Saung. Nach nur 2 Stunden Fahrzeit in einem überfüllten Bus, einem toten blutigen Huhn, jeder Menge Burmesen im und auf dem Bus sowie mehrerer ominöser Säcke unter den Sitzen kamen wir am Traumstrand an. Blaues Meer, weißer Sand, Sonnenschirme aus Palmenblättern und ein Haufen Bücher und Spiegel-Magazine im Book Exchange. 3 Tage ließen wir die Seele baumeln, muss auch mal sein.

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