Grenzübergang 1. Klasse

4 Taxifahrten, 3 Busfahrten, 1 Fahrt im Colectivo (Sammeltaxi) und 2 Flüge spater: Unsere Miniweltreise von Cuenca, Ecuador nach Copacabana, Bolivien ist geschafft. Am 5.10. war unser letzter Arbeitstag und es hieß Abschied nehmen. Micha bekam einen Pulli, Schal und Handschuhe vorsorglich für Bolivien mitgegeben und ich ein Cuenca Shirt (jetzt seht ihr mal, welches Projekt reicher ist und warum wir nur für meins Spenden gesammelt haben). Wir haben wohl Eindruck hinterlassen und hoffen, dass wir bald wiederkommen können, um uns die Projekte anzuschauen.

An dieser Stelle noch einmal ein Riesendankeschön an alle Spender vom Hogar Miguel Leon. Die sind aus allen Latschen gekippt und ich soll euch ausrichten, dass Gott euch dafür entlohnen wird!

Am nächsten Tag gings um 14.30 “zu Hause” im Cuenca Palast los. Nach einem stärkenden Frühstück und einer letzten heißen Dusche verabschiedeten wir uns von unserer Schlossbesitzerin und ihrer Familie. In Guayaquil nutzten wir die 3 Stunden Aufenthalt für Recherchen und zum Updaten unserer Webseite, dann gings um 10 Uhr in den Nachtbus nach Piura, Peru. Morgens um 8 waren wir dort. Eigentlich war unser Plan, uns ein Hostel zu nehmen, um den Schlaf nachzuholen, schließlich ging der Flieger erst um 7 Uhr abends. Aber die Preise waren dermaßen unverschämt, dass wir schnurstracks zum Flughafen fuhren. Dort wurden wir belohnt: Auf den Bänken konnte man sich bequem ausstrecken und so schliefen wir abwechselnd, während der andere das kostenlose W-Lan nutzte.

Ausgeschlafen gings mittags in die Stadt (die Polizeit am Airport passte netterweise währenddessen auf unsere Rucksäcke auf). Nach einem leckren Mahl gings ins 3D Kino (Hotel Transylvanien oder so hieß der Film). Ein Highlight und super zum Spanisch lernen. Am Flughafen dann die Überraschung: Micha hatte wohl 1. Klasse gebucht (war aber nicht teurer). Ganz wichtig wurden wir in die 1. Klasse Schlange gebracht und bekamen im Flieger noch vor dem Start Decken, Kissen und Saft. Sogar Filme konnten wir auf dem 1:20 Stunden Flug über den persönlichen Bildschirm schauen – währenddessen uns mit Stoffservietten und Besteck das Essen angereicht wurde. Bestens!

In Lima gab es einen Miniaufenthalt in einem Hostel, denn schon um 8 Uhr mussten wir wieder am Flughafen sein für unseren nächsten 1. Klasse Flug nach Juliaca im Süden Perus. So könnte es immer laufen. Der Grenzsprung von Juliaca über Puno nach Copacabana war dann fast nur noch eine Kleinigkeit. Sehr gut organisiert alles!

Die 51,5 Stunden Reise empfehlen wir weiter.

Bolivien wir kommen!

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One Response to Grenzübergang 1. Klasse

  1. Solltet Ihr manchmal wehmütig an das Hogar Miguel Leon zurückdenken, denkt an die Ansage:
    Was vergangen, kehrt nicht wieder.
    Aber ging es leuchtend nieder
    leuchtet’s lange noch zurück
    (Karl Förster 1784-1843)

    In diesem Sinne einen tollen Start in Bolivien.

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