Kommt mit auf die Galapagos Inseln

Irgendwie hat uns die Galapagos Neugier doch noch gepackt und so haben wir eines Nachmittags in Quito spontan bei einem tollen Last Minute Angebot zugeschlagen. Wenn man schon mal in Ecuador ist…

Los gings mit dem Flieger von Quito über Guayaquil nach Baltra. Auf dem Miniflughafen nahm uns unser Guide in Empfang und wir lernten schnell die anderen aus unserer Reisegruppe kennen. Nur 5 von 15 waren nicht deutschsprachig. Wir hatten wirklich Glück mit der Zusammstellung und ein paar Weltreisende waren auch darunter. Schnell wurden wir auf unser Schiff “Daphne”, eine 21 Meter lange Motoryacht gebracht, wo erst die Kabinen bezogen wurden. Wir sicherten uns eine im unteren Deck – zwar nur mit kleinen Bullaugen, dafür aber weniger Geschunkel, wie uns der Guide versicherte. Die Kabine war viel größer als erwartet und die dicken Decken statt kratziger Wolldecken ein Traum.

Die Inseln sind wirklich schön und einzigartig. Wir kennen nun definitiv mehr Tiere als in unserem eigenen Land, die meisten leider nur auf englisch. Unsere persönlichen Highlights waren die Seelöwen und die riesigen Meereschildkröten, mit denen man wunderbar schwimmen konnte. Die Tiere auf den Galapagos kennen keine Feinde und sind daher sehr neugierig bzw. nicht scheu.

Das Bootsleben haben wir – dank Seekrankheitstabletten – gut überstanden. Denn obwohl die See laut Crew ruhig war, schunkelte es in unseren Mägen ganz schön. Die Meisten waren auch direkt nach dem Abendessen im Bett, was eh gut war, denn Galapagos ist kein Urlaub. Spätestens um 7 Uhr gab es Frühstück.

Wir haben euch einige(!) Bilder zusammengestellt und leider festgestellt, dass man das große Ganze natürlich nicht festhalten kann. Die langen Überfahrten, die Wale, die weit entfernt zusehen waren, die kargen Landschaften auf den Vulkaninseln, das Gefühl, wenn der Seeloewe auf einen zurobbt oder ein Pinguin unter Wasser vorbeiflitzt. Wir hoffen, euch dennoch einen Eindruck geben zu können und vielleicht ein wenig Reiselust, nach Ecuador zu kommen!

Für alle, die unsere genaue Reise-Route auf den Galapagos interessiert finden diese hier, alle anderen können gleich zu den Bildern unten weiterklicken:

Tag 1: Santa Cruz Island, Playa Bachas. Beim ersten Landasflug flippten wir schon bei den ersten Tieren aus: Knallrote Krebse, Meerechsen (Marine Iguanas), die aussahen, wie aus einer längst vergangenen Zeit, Seelöwen und jede Menge Vögel.

Tag 2: Santiago Island, Puerto Egas und Playa Espumilla. Hier sahen wir Blaufusstölpel, Fregattvögel (die wir beide schon von der Isla de la Plata kannten), noch mehr Krebse und Seelöwen sowie viele verschiedene Arten von Finken. Nicht zu vergessen, die Leguane, die uns bis zum Ende unserer Reise noch auf jeder Insel verfolgen sollten. Spannend an diesen Viechern ist, dass sie ständig das Salz ausniesen, welches sie über das Wasser zu sich genommen haben. Die Salzkristalle setzen sich dann an deren Kopf ab, schaut einfach mal auf die weißen eckigen Hörner auf deren Kopf. Bei unserem ersten Schnorchelgang entdeckten wir die Unterwasserwelt, unter anderem mit unserer ersten Meeresschildkröte.

Tag 3: Genovesa Island, Darwin Bay und El Barranco. Hier wimmelt es von Vögeln und wir bekamen die ersten Rotfusstölpel zu sehen, die noch süßer sind als die blauen Gefährten. Zudem als Highlight für Mia: eine Eule, die sich gerade einen Vogel erbeutet hat. Die Eulen haben sich hier angepasst und jagen tagsüber. Wahnsinn. Beim Schnorcheln bestaunten wir bunte Fischschwärme, Seesterne und -igel sowie Rochen.

Tag 4: Isabela Island, Tagus Cove und Fernandina Island, Punta Espinoza. Seelöwen (süß) und Kormorane, die das Fliegen verlernt haben. Auch ihre Vorfahren sind eines Tages hierher geflogen, haben aber soviel Essen gefunden, dass sie sich schlichtweg keinen Nutzen mehr im Fliegen sahen. Zudem Pelikane und wieder unsere Leguane, Unmengen davon (PS: Diese Viecher stinken ganz schön eklig). Die süßesten Seelöwen und viele Meeresschildkröten. Punta Espinoza war für uns der eindrucksvollste Ort der ganzen Tour. Die Vielzahl an Tieren und die Lava-Landschaft waren unvergesslich.

Tag 5: Isabela Island, Bahia Elisabeth und Punta Moreno. Die Insel besteht aus viel viel Lava und wir lernten, dass es sogar zwei verschiedene Arten von Lava gibt. Zudem tolle riesige Mangrovenwälder. Schnorcheln stand am Nachmittag in Punta Moreno an. Unser Highlight, denn hier gab es so viele Meereschildkröten, dass man sie kaum zählen konnte. Dafür war das Wasser durch den Humboldt-Strom seeeehr kalt.

Tag 6: Immer noch Isabela Island. Wir kamen in die Stadt Puerto Villamil und machten einen Ausflug auf den Sierra Negra Vulkan. Nachdem wir uns durch den Schlamm gequält haben, kam der einzigartige Blick auf den Krater: Nebel, Regen, Nebel:-) Irgendwie haben wir die Schuhe wieder sauber bekommen und gingen am Nachmittag zur Schildkrötenaufzugsstation. Interessant: Die meisten Feinde haben die süßen Tiere durch Menschen und eingeschleppte Tiere wie Hunde, Ratten und Ziegen. Nach und nach versucht die Regierung und der Nationalpark (Eintritt dafür kostet schon stolze 100 US$) alle nicht heimischen Tiere auszurotten, die die Menschen hier mit hergeschleppt haben. Auf einer Insel beispielsweise wurden tausende von Ziegen aus diesem Grund getötet.

Tag 7: Santa Cruz Island, Dragonhill und Punta Carrion. Land Iguanas mit gelben Köpfen erwarteten uns und beim Schnorcheln dann White Tip Sharks. Die ruhen sich aber meist in irgendwelchen Höhlen aus und sind für uns nicht gefärhlich, was wir zumindest dem Guide so glaubten. Als Abschluss hat sich dann nochmal ein Seelöwe erbarmt und ist neben mir hergeschwommen. Abends hatten wir Freizeit in Puerto Ayora, wo Micha und ich uns dann ein Hostel für unsere Extra Nacht suchten.

Tag 8: Santa Cruz Island. Nach einem Besuch in der Charles Darwin Research Station (Schildkröten) verabschiedeten sich die anderen unserer Reisegruppe und wir blieben zurück auf der Insel. Diese entdeckten wir dann mit gemieteten Rädern und erkundeten einen unheimlich dunklen Lavatunnel. Den Abschluss bildete ein wunderschönes Abendessen – stilecht im Grillrestaurant mit Fleisch und Hummer!

Hier einer Liste von Tieren sowie Flora, die uns in den acht Tagen auf den Galapagos begegnet sind (auf Englisch):
Galapagos penguin
Waved albatross
Red-billed tropic bird
Brown pelican
Blue-footed booby
Masked booby
Red-footed booby
Nazca booby
Flightless cormorant
Frigatebeard
Swallow-tailed gull
Lava gull
Laughing gull
Great blue herron
Great egret
Lava heron
Striated heron
Yellow crowned night heron
Greater flamingo
American oystercatcher
Galapagos hawk
Short eared owl
Galapagos mockingbird
Flycatcher birds
Finches (different types)
Galapagos giant tortoise
Sea turtles
Marine iguana
Land iguana
Lava lizard
Geckos
Galapagos sea lion
Galapagos fur seal
Whales
Spotless ladybug
Large painted locust
Galapagos scorpion
Sally lightfoot crab
Semi terrestral hermit crab
Pencil spined sea urchin
Green sea urchin
White sea urchin
Sand dollar
Chocolate sea star
Red black and white mangrove
Saltbush
Lava cactus
Candelabra cactus
Opuntia cactus
Lava pahoehoe und lava aa

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