From Cuzco into the jungle

Mit nur einer Stunde Flug ging es nach 3 Tagen Lima nach Cuzco. Das dortige Sonnenfestival Inti Raymi am 24.6. wollten wir uns nicht entgehen lassen. Cuzco ist eine sehr relaxte Stadt mit vielen kleinen Gassen und leckren Restaurants. Hier haben wir uns erstmal 3 Tage an die neue Höhe gewohnt – die 3.400 Meter haben leichte Kopfschmerzen verursacht, mehr aber zum Glück auch nicht.

Ungewohnt war eher, dass wir tagsüber 25 Grad hatten und ab Sonnenuntergang die Temperaturen auf bis zu 3 Grad fielen. Brrr. Interessant war auch, dass wir zweimal Stromausfall hatten, einmal nur so 20 Minuten und einmal mehrere Stunden. Unser Wirt meinte, dies liegt wohl an den vielen Besuchern zurzeit, die mit all ihrem Equipment das Stromnetz belasten.

Inti Raymi hat uns gut gefallen, es gab verschiedene Prozessionen durch die Stadt und das grosse Finale haben wir uns etwas außerhalb der Stadt auf einer alten Inkastätte angesehen. Zwischen unzähligen Peruanern sassen wir auf einem Hügel, um die Prozession zu beobachten. Es ging wohl darum, dass die bei der Wintersonnenwende die Götter anbeten, dass die Sonne wiederkommt. Viel interessanter als die Tänze waren aber die Peruaner selbst. Zuerst sassen wir alle gesittet am Hügel und warteten auf den Beginn, als es aber losging standen einige vor uns auf und blockierten die Sicht. Dies gefiel den meisten hinter uns gar nicht – eine kleine Schlacht mit Essensresten (vor allem Meerschweinchen-Knochen) ging los und die Störenfriede wurden beworfen. Auch ne Lösung.

Nach den 3 Tagen haben wir uns dann entschlossen, den Jungle und Machu Picchu zu entdecken. Den ersten Tag ging es mit Mountainbikes eine ewig lange Straße die Berge hinunter. Leider regnete es entsetzlich, so dass ich die Tour nach 1,5 Stunden abgebrochen habe (hinter uns fuhr zum Glück immer ein Bus, der uns bei Bedarf einsammelte). Micha hielt tapfer bis zum Ende durch – als einer der wenigen. Wir waren aber auch die einzigen mit Regenzeug im Gepäck – Gott sei dank. Abends gabs lecker Essen bei Kerzenschein, der Regen hat die ganze Gegend und sein Stromnetz lahmgelegt. Es lebe der Gaskocher und die Stirnlampe.

Tag 2 bestand aus TREKKING. Um 6.30 Uhr gings mit unserem Guide Julio Cesar (kein Witz) durch den Jungle, durch Gebirge, an Schluchten vorbei in ein Dorf namens Santa Teresa. So 8 Stunden sind wir bestimt gelaufen – immer hoch und runter, teilweise auf alten Inka Pfaden. Die meisten von denen sind aber zerstört worden von den Inka selbst als die Spanier in Peru einfielen. Abends gab es aber als Belohnung ein Bad in heißen Quellen, die uns wieder neue Energie verliehen haben.

Am nächsten Tag waren wir ziemlich kaputt, aber 6 Stunden Trekking standen auf dem Plan. Die ersten 3 Stunden haben wir geschickt umgegangen, in dem wir uns Ziplining gebucht haben. Was genau das ist und wo wir waren, seht ihr unter www.canopyperu.com. Nach weiteren 3 Stunden kamen wir erschöpft in Aguas Calientes an und gönnten uns erneut ein Bad in den heißen Quellen. Schließlich brauchten wir all unsere Kräfte für den 4. Tag der Tour. Um 3:40 Uhr klingelte der Wecker, nach einem schnellen Frühstück gings mit dem Guide durch die Dunkelheit Richtung Machu Picchu. Wir haben doch tatsächlich jede Menge Geld gezahlt, um freiwillig ca. 1.600 Stufen (alle unterschiedlich hoch und breit und schief) bis zum Gipfel zurückzulegen. Aber es war es wert. Stolz wie Oskar standen wir nach 1,5 Stunden am Eingang und schauten “verächtlich” auf die Leute, die mit dem Bus hochgefahren sind. Nach einer Tour mit unserem Guide hatten wir beide natürlich noch nicht genug, wir haben den Machu Picchu Berg auch noch gebucht. Das waren mindestens noch mal 2.000 Stufen und 1 Stunde 20 Minuten harte Arbeit. Aber die Arbeit hat sich gelohnt: Wir konnten über das gesamte Tal und die Inka-Stadt blicken.

Nun sind wir zurück in Cuzco und fahren heute Abend weiter nach Arequipa.

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5 Responses to From Cuzco into the jungle

  1. Sigrid says:

    Liebe Eike, lieber Micha,
    wir sind schwer beeindruckt von Euren Abenteuern und warten mit Spannung auf die nächsten Bilder. Wir reisen gerade mal bis Nordhorn und erleben dort natürlich nicht gerade viele aufregende Dinge.
    Passt auf Euch auf.
    Es grüßen Sigrid und Eckhard

  2. Franziska says:

    Hallo Ihr zwei, ich ziehe den Hut und wünsche Euch Spaß zusammen, viel Geduld mit Dingen, die vielleicht mal nicht nach Plan laufen und besonders viele Eindrücke, die man mit nach Hause nimmt. Wie sagte Goethe schon: ” Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.” Ganz liebe Grüße aus der Heimat, Eure Franziska G.

  3. m-log says:

    Aktiv! Chapeau. Lieben Dank für die tollen Impressionen.

    • eike says:

      Ach, wir haben noch mehr Bilder, aber das Internet ist sooo langsam. Fuer diese paar Bilder hab ich eine Stunde gebraucht….

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