Wo gehts denn hier zu den Tigern?

“Einmal Tiger bitte”, war unser sehnlichster Wunsch für den Chitwan Nationalpark. Bei 15 Euro Eintrittsgebühr pro Tag können sich die edlen Tiere doch mal blicken lassen, oder? Leider waren sie anderer Meinung – sowohl beim unserem Jungle Walk sowie bei der Elefanten Safari.

Gesehen haben wir dafür aber 4 Panzernashörner (sogar ein Baby war darunter), jede Menge Wild und ein paar Hühner. Nicht zu vergessen die unzähligen Elefanten. Diese werden teilweise von den Resorts privat gehalten oder leben in der staatlichen Elefantenaufzuchtstation. Aber es gibt auch einige wilde Exemplare. Ein Bulle davon ist besonders gefürchtet, er hat schon 5 Menschen tot getrampelt. Die anliegenden Dörfer der Tharu haben beispielsweise Elektrozäune und Beobachtungstürme für Nachtwächter.

Unser Eindruck von den gehaltenen Elefanten war ganz gut. Sie werden nicht mehr zur Arbeit im Dschungel engesetzt, gehen aber jeden Morgen mit ihren Mahouts in den Wald, um ihr eigenes Futter zu holen. Immerhin benötigen sie rund 200 Kilo Essen am Tag. Besonders beliebt sind die Grasleckerlies, die ihnen ihre Mahouts basteln. Sie bestehen aus Reis und Melasse, die in Gräser eingewickelt werden. Vormittags erholen die Elefanten sich beim Baden im Fluss und trinken Teile ihrer 100 Liter täglich benötigten Ration. Nachmittags laufen sie dann mit Touristen durch den Wald.

Chitwan war der erste Nationalpark Nepals und sollte die in den 50er und 60er Jahren schwindende Nashornpopulation schützen. Das Militär drängte die sich ansiedelnde Bevölkerung und Wilderer immer mehr zurück, so dass sich heute die Tiere auf über 900 Quadratkilometern wieder frei bewegen können. Rund 250 Nashörner und 125 bengalische Tiger gibt es heute wieder. Ganz vor Gefahren sind sie aber nicht sicher, so wurde vor 5 Jahren ein verendetes Nashorn gefunden, dem Wilderer das Horn abgeschnitten haben.

Ansonsten gibt es unter anderem noch Leoparden und Affen im Park sowie jede Menge Vögel (ueber 500 Arten). Wir genossen die Ruhe im Park und nutzten die über 40 Grad als Vorbereitung für indische Temperaturen.

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