Auf dem Friedhof in Agra

Die meisten Touristen in Indien lassen sich einen Besuch des Taj Mahal wohl kaum entgehen. Auch wir machten uns auf, dass riesige Mausoleum zu besichtigen. Der Grossmogul Shah Jahan ließ es aus Kummer über den Tod seiner Lieblingsfrau errichten.

Diese starb bei der Geburt ihres 14. Kindes. Nur 17 Jahre musste sie auf ihr Grab warten: Nach ihrem Tod 1631 wurde mit den Bauarbeiten begonnen und 1648 erstrahlte es in vollem Glanz.

Es sieht aber auch wirklich imposant aus. Wir haben wohl knapp 200 Fotos geschafft – einige davon ganz heimlich mit Mia. Sie durfte zuerst nicht mit rein, weil Spielzeug verboten ist. Wir konnten dem Sicherheitsmann aber glaubhaft klarmachen, dass Mia kein Spielzeug, sondern ein Glücksbringer ist. Zudem mussten wir schwören, dass wir keine Fotos mit ihr machen. Weil es die Inder aber in 90 Prozent der Fällen auch nicht so ernst nehmen mit der lieben Wahrheit, haben wir uns halt angepasst an die kulturellen Gepflogenheiten. Oder ist sie etwa heimlich ins Bild gefolgen?

Noch mehr Fotos als wir vom Taj Mahal schafften aber die Inder von uns. Alle paar Sekunden wurden wir entweder höflich um ein Bild gebeten oder gleich vor die Kamera gezerrt. So standen wir mal zusammen, mal allein (meist war ich als große, weiße Frau dann doch spannender), mal mit Baby im Arm vor unzähligen Kameras. Alle, die sich nicht trauten, machten heimlich Bilder von uns.

Nach dem vielen weißen Marmor gings auf zum Red Fort und noch zum Akbar Mausoleum. Letzteres hat uns noch fast ein wenig besser gefallen als das Taj Mahal. Es waren kaum Touristen vor Ort und die Grabstätte ist in einem wunderschönen Park gelegen mit Pfauen, Affen und Antilopen bevölkert.

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One Response to Auf dem Friedhof in Agra

  1. strandläüfer says:

    hoffentlich hat die Pepsi ein bischen Kraft gebracht.Tolle Bilder.

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