Am Ende der Welt: Willkommen in Ushuaia

Was passiert wohl am “Fin del Mundo” (dt: Ende der Welt)? Fallen wir über die Klippe? Sehen wir ein großes schwarzes Loch? Nichts dergleichen: In Feuerland erwarteten uns um die am südlichsten gelegene Stadt der Welt herum noch mehr Berge, Lagunen und Wälder. Es war im Großen und Ganzen weniger “karg” als erwartet.

Für 4 Tage war die am Beagle Kanal gelegene Stadt mit den Koordinaten 54° 48′ S, 68° 18′ W unsere Heimat – unser südlichster Punkt unserer Reise. Angeblich bedeutet der Name in der Sprache der Ureinwohner Yamana “Die zum Sonnenuntergang hin gewandet Bucht”. Unseretwegen hätte die Stadt lieber “Sturmstadt” oder “Eiseswind” heißen können, denn es wehte uns ständig eine ordentliche Brise um die Nase, bei der selbst die Nordsee zu ihren stürmischsten Zeiten neidisch werden kann.

Unsere Zeit verbrachten wir unter anderem beim Rumfahren im Auto, beim Bummeln durch die Altstadt, im Museum und im wirklich schönen gelegenen Nationalpark “Tierra del Fuego” bei unserer inzwischen lieb gewonnen Beschäftigung, dem Wandern. Dabei trafen wir auch auf das Ende der berühmten Straße “Ruta 3″, die in Buenos Aires beginnt und über 3.045 Kilometer in den Süden folgt. Immer mutig probierten wir im Nationalpark auch das “Pan de Indio”. Dies war ein lustig aussehender Pilz, der in leuchtenden Orangetönen an den Bäumen hing. Wir trafen auf eine Reisegruppe, deren Guide meinte, die Pilze (auf wissenschaftlich: Cyttaria harioti) seien ungiftig. Naja, ein wenig Zutrauen gehört ins Grundgepäck eines Weltreisenden und so bissen wir zu. Null Geschmack haben diese Pilze und sie zeigten keinerlei Wirkung: weder hallizogene noch tödliche. Wieder eine Erfahrung reicher.

Nicole verliess uns in Ushuaia, um zu sehen, ob Deutschland noch steht und wir machen uns auf ins chilenische Feuerland nach Punta Arenas. Mal schauen, was die Chilenen mit ihrer Hälfte an Feuerland gemacht haben.

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