41 Grad in Adelaide

Adelaide haben wir nur kurz genießen können. Eigentlich war die Stadt gar nicht eingeplant, aber nun einmal Ziel unseres Relocation-Angebots. Also Beine in die Hand und los. Der erste Tag in der Stadt war noch erträglich von den Temperaturen. So erkundeten wir das Fringe Festival, welches an 24 Tagen ueber 9.000 Künstler und 1,5 Millionen aus aller Welt anzieht.

Wir haben uns erst einmal einen Überblick verschafft bei einer Mini-Vorstellung verschiedener Künstler und hatten dann das Glück, drei Tickets für den Abend zu gewinnen. Das Los entschied sich bei uns für den Abandoman, ein irischer Comedian. Mit dem weiteren Ticket machten wir dann noch eine Niederländerin aus unserem Hostel glücklich und so gings zu Dritt die Bauchmuskeln trainieren.

Am nächsten Tag hieß es leider laufen. Eigentlich wollten wir uns die kostenlosen Fahrräder des Hostels ausleihen, aber bei den angekündigten 39 Grad wurden in der ganzen Stadt keine Räder ausgegeben. Ob laufen weniger anstrengend und gefährlich ist bei der Hitze? Erster Halt war in einer Schokoladenfabrik, um kostenlos Proben abzustauben. Ja richtig, Schokolade bei Mordshitze. Dann gings mit vollem Magen in die Stadt. Bei inzwischen 41 Grad schafften wir es aber gerade mal in die Stadtbücherei zur Klimaanlage. Der Weg dorthin war aber sehr lustig. Wir nutzten nämlich die kostenlose Straßenbahn (ein toller Service im Innenstadtbereich) und entdeckten Mess-Aufkleber an den Türen, die bei ca. 1,50 Meter begannen und bis 2,00 Meter hochzählten. Erst dachten wir, es sei Kunst und machten ein Foto. Ein Mitfahrer betrachtete dies amüsiert und so fragten wir, was diese Aufkleber bedeuten sollen. Ganz einfach: Sollte ein Verbrechen geschehen, haben in Adelaide die öffentlichen Verkehrsmittel und Läden diese Mess-Aufkleber. Zusammen mit den Überwachungskameras kann man dann später besser sagen, wie groß die gesuchte Person ist. Also wird man dauernd in Adelaide in der Straßenbahn überfallen, zogen wir als Fazit. Nun lachten gleich noch 2 bis 3 Personen mehr im Wagen und ein lustiges Gespräch entstand. So einfach ist es Leute kennenzulernen.

Den Nachmittag ließen wir dann am Strand ausklingen und so schafften wir es unsere neue Rekordtemperatur der Reise von 41 Grad zu überleben!

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