Abenteuer Ecuador

Auf den Punkt genau sind wir einen Monat nach Abreise in Ecuador gelandet. Die letzten Tage in Peru haben wir in Mancora verbracht bei Strand, Hängematte und viel Sonne. Sorry, haben gesehn, dass das Wetter bei euch nicht so klasse ist! Wir senden euch nen Sonnenstrahl.Einen Tag waren wir aber auch fleissig und haben eine Tour gebucht, um Mangrovenwälder und andere Strände zu sehen. Nicht, dass der Sand langweilig wird.

Mit dem Nachtbus ging es vom 17. auf den 18. Juni nach Guayaquil. So hofften wir, die Betrüger und Abschlepper zu umgehen, denn der Bus hält einmal für alle bei der Ausreise aus Peru und einmal beim Grenzübergang. Welch Luxus, dachten wir. Aber erstens kommt es anders und zweitens…

Hier unser Grenzübergang von Peru nach Ecuador:

Man kann die Tickets des Unternehmens nicht online kaufen, sondern kleine Agenturen (Bretterbuden) verkaufen diese. Blieb uns also nicht mehr übrig, als an das Gute im Menschen zu glauben. Sogar Sitze waren auf unserer Quittung vermerkt. Beim Einstieg im Bus dann das Erwachen: Wir waren nicht auf der Passagierliste. Unsere versprochenen Liegesitze waren zudem auch belegt. Sie boten uns aber an, dass wir dennoch mitfahren dürfen, auf den Nicht-Liegesitzen. Wir wollten natürlich mit, aber sahen es nicht ein, dafür den gleichen Preis zu zahlen wie für die Liegesitze. Nach mehren Telefonaten und Diskussionen bekamen wir dann das zuviel bezahlte Geld zurück und nach noch mehr Diskussionen sogar in Dollar, denn die Peruanischen Soles wollten wir natürlich nicht mehr haben. Ach, wir waren übrigens nicht die einzigen, denen es so erging.

Nach knapp 2,5 Stunden waren wir beim Ausreisschalter von Peru, alle raus und Pässe stempeln lassen und schon ging es weiter. Lief einfach zu glatt, denn dann kam Ecuador und unser Abenteuer begann. Wir waren ziemlich weit hinten in der Schlange und sahen zu, wie einer nach dem anderen seinen Stempel bekam. Dann kam ich an die Reihe, der Mann gab alles ein, legte meinen Pass unter die Maschine, da hier nicht manuell gestempelt wird und: ABSTURZ. Der PC wollte nicht. Problem war, dass ich aber nun eigentlich schon eingereist war und das System den Stempel dann nicht nochmal aufrufen konnte. Also musste ich – zumindest virtuell – wieder ausreisen. Das ganze Spiel haben wir – unter den genervten Augen der wartenden Buscrew – so ca. 6 Mal gemacht. So oft war ich noch nie in einem Land. Micha grinste, aber er war ja noch nicht mal dran, denn ich belegte mit meinem Problem alle drei PCs, wo ich immer wieder virtuell ein- und ausreiste. Aber das Warten hat sich gelohnt, die Buscrew freute sich: Nach ca. 40 Minuten bekam ich meinen Stempel. Und Micha? Er brauchte nur so 5 Minuten bis er seinen Stempel bekam, aber leider stellten die Beamten dann fest, dass der PC den Code falsch ausgegeben hat, irgendwas kryptisches stand dort. So bekam er zur Sicherheit noch einen Stempel auf seine Touristenkarte, damit es keine Probleme gab bei Kontrollen. Komisch war nur, dass dieser Code genauso aussah wie der in seinem Pass. Aber wenn die sagen, es ist alles ok…

Morgens um 5 kamen wir also mit unseren Stempeln in Guayaquil an, der gefährlichsten Stadt Ecuadors. Zum Glück konnten wir unser Zimmer im Hostel gleich beziehen und holten den Schlaf nach. Zu der Stadt an sich können wir nicht allzuviel sagen, es war heiß und stickig. Die Innenstadt war schön und sehr sauber, es scheint eine reiche Stadt zu sein mit prachtvollen Bauten, in der wir aber gleichzeitig auch viel bettelnde Frauen und Kinder sahen. Am schönsten war das Treppenviertel Las Peñas mit Bars und ganz oben auf dem Berg, einem kleinen Leuchturm. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit dem Einholen von Last Minute Angeboten für die Galapagos Inseln. Fast hatten wir uns für eines entschieden, dann siegte aber doch erstmal die Vernunft. Es war einfach zu vieeeel Geld. Wir bleiben aber ja noch einige Zeit in Ecuador und beobachten weiterhin die Angebote, wenn etwas Gutes kommt, sind wir schnell wieder in Guayaquil, um diese einzigartige Landschaft zu sehen.

So ging es nach nur einer Nacht mit der Jipijapa Busgesellschaft nach Puerto Lopez.  Hat Jipijapa Spass gemacht… Kurz vor der Abfahrt kam nämlich eine Polizeikontrolle, um von allen die Pässe zu sehen. Meinen haben sie sehr lange angesehen und Michas Pass noch länger. Seine kryptischen Zeichen im Pass bedeuteten einfach NICHTS. Also telefonierten die Polizisten, fragten viel und liessen ihn dann endlich gehen. Das wird wohl nun bei jeder Kontrolle passieren.

Der Bus war ganz ok, wir waren etwas verwöhnt von den peruanischen Luxusbussen. Unser Bus hielt an jeder Ecke, um – natürlich verbotenerweise – Einheimische mitzunehmen. Das Spannende war, dass – sobald eine Polizeikontrolle in Sicht war – sich alle im Mittelgang Stehenden gebückt haben. Auch eine Lösung. Hier in Puerto Lopez hört die Geschichte erstmal ao auf, wie sie begonnen hat: Mit Strand! Wir senden euch liebe Grüße und freuen uns auch mal über richtige Mails (statt nur Kommentaren) von euch. Was ist bei euch denn so los?

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One Response to Abenteuer Ecuador

  1. Dorothea Augustin says:

    Hallo ihr beiden,

    ich lese mit großem Interesse eure Berichte, es klingt fast, wie das was Thies und Silli auf ihren Reisen erlebt haben. Schön,dass es das Internet gibt. Aber noch viel schöner ist: Matti Heinrich wurde am 4.7.12 geboren, ein kleiner Junge, der zu früh auf die Welt kam. Miri und Harm haben nun ein Kind, alles ist ok und sehr schön ( für die neuen Eltern wohl auch ziemlich stressig). Liebe Grüße in die weite Welt von Dodo

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